Aufrüstung der Bundeswehr ist umstritten

Beitrag von: Hermann Binkert

Auf den ersten Blick hat der Bundeskanzler eine relative Mehrheit der Deutschen für sein Ziel, die Bundeswehr zur stärksten konventionellen Armee Europas zu machen, hinter sich. 38 Prozent finden das gut, 33 Prozent eher nicht. Aber auf den zweiten Blick zeigen sich Unterschiede: Zwar sind Männer (42 Prozent gut, 32 Prozent schlecht), Über-50-Jährige (40 – 48 Prozent gut, 27 – 34 Prozent schlecht) und Westdeutsche (40 Prozent gut, 31 Prozent schlecht) relativ mehrheitlich dafür, aber Unter-30-Jährige (28 – 32 Prozent gut, 34 – 35 Prozent schlecht) und Ostdeutsche (31 Prozent gut, 41 Prozent schlecht) ebenfalls relativ mehrheitlich dagegen. Befragte Frauen sind in dieser Frage geteilter Ansicht (35 Prozent gut, 34 Prozent schlecht). Ausschließlich die Wähler der Union finden das Ziel, die Bundeswehr zur stärksten konventionellen Armee Europas zu machen, absolut mehrheitlich gut, SPD- und FDP-Wähler finden es immerhin noch relativ mehrheitlich gut, aber die Wähler von AfD, Linkspartei und des BSW lehnen es relativ mehrheitlich ab. Grünen-Wähler sind sich diesbezüglich uneins. Die Deutschen sind in dieser Frage gespalten und die Meinungsbildung ist auch bei diesem Thema nicht abgeschlossen. Die Kriegstüchtigkeit Deutschlands und die Ausgaben für die Bundeswehr werden auf der Tagesordnung bleiben.


US-Außenminister Marco Rubio hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz Thesen u. a. zum Klimaschutz, zur Migration und zum Protektionismus vorgetragen, die in Deutschland mindestens relativ-mehrheitlich geteilt werden, auch wenn sie umstritten bleiben. Hier zeigen sich Unterschiede zwischen den Befragten je nach ihrer Selbstverortung im politischen Links-Rechts-Spektrum. Umfrageteilnehmer, welche sich rechts der Mitte verorten, stimmen Rubios Thesen häufiger zu als jene links der Mitte. Ähnliches kann auch bei den Wählergruppen beobachtet werden. Das Themenspektrum der politischen Gegensätze wird breiter.

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