Die Mehrheit traut sich politisch richtiges Handeln zu

Beitrag von: Hermann Binkert

Ich finde es immer wieder interessant, auch einmal die ganz großen Fragen zu stellen: Fast jeder Zweite (48 Prozent) bejaht die Aussage, dass er ausschließlich das glaubt, was sich wissenschaftlich messen und überprüfen lässt. Gut jeder Dritte (34 Prozent) glaubt, dass es neben der messbaren Welt noch eine nicht-materielle oder spirituelle Wirklichkeit (z. B. Seele, Gott) gibt. 18 Prozent wollen oder können sich zwischen beiden Optionen nicht entscheiden. 14 Prozentpunkte Unterschied gibt es zwischen diesen beiden Gruppen mit den ganz unterschiedlichen Sichtweisen auf die Welt. Es gibt ganz offensichtlich Debatten, die viele Jahrtausende überdauern und heute so aktuell sind wie schon in der vorchristlichen Zeit.
 
Bei der insgesamt negativen Gesamtstimmung in Deutschland habe ich fast bezweifelt, dass eine Mehrheit überhaut daran glaubt, dass Deutschland eine gute Zukunft haben könnte. Deshalb fragten wir, wer daran glaubt, dass Deutschland eine gute Zukunft hätte, wenn die Politik so handeln würde, wie der Befragte es persönlich richtig findet. Und siehe da, 58 Prozent glauben, dass Deutschland dann eine gute Zukunft hätte. Nur jeder Siebte (14 Prozent) glaubt das nicht. 28 Prozent, ein recht hoher Wert, wollen oder können sich hier nicht entscheiden. Am häufigsten finden die ab 70-Jährigen (63 Prozent) und die Befragten, die sich selbst rechts der Mitte verorten (67 Prozent), dass ihre persönlichen politischen Vorstellungen zu einer guten Zukunft Deutschlands führen würden. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass viele Menschen ihre eigenen politischen Vorstellungen als konstruktiven Beitrag für die Zukunft Deutschlands ansehen. Trotz verbreiteter Unzufriedenheit mit der politischen Entwicklung scheint ein gewisses Vertrauen erhalten zu bleiben, dass politische Entscheidungen grundsätzlich etwas zum Besseren verändern können.

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