Große Sensibilität für die Gefährdungen der FDGO
Beitrag von: Hermann Binkert
In Deutschland gibt es ein waches Bewusstsein für die Gefährdungen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung (FDGO). Am häufigsten sehen die Befragten (51 Prozent) im Rechtsextremismus eine Gefahr für die FDGO. Jeweils 41 Prozent sehen die freiheitlich-demokratische Grundordnung durch Islamismus und Linksextremismus gefährdet. Dass die Mitte der Gesellschaft die FDGO gefährdet, meinen nur zwölf Prozent. „Etwas anderes“ sagen zwei Prozent, jeder Neunte (11 Prozent) macht keine Angaben oder weiß es nicht. Besonders häufig sagen die über 60-Jährigen, dass sie eine Gefährdung durch den Rechtsextremismus sehen. Die Altersgruppen zwischen 40 und 59 Jahren sehen am häufigsten eine Gefährdung durch den Islamismus. Die Westdeutschen nennen am häufigsten den Rechtsextremismus (53 Prozent), die Ostdeutschen den Linksextremismus (45 Prozent).
Befragte, die sich selbst links der Mitte (76 Prozent) oder in der Mitte (54 Prozent) verorten, sehen im Rechtsextremismus am häufigsten eine Gefahr für die freiheitlich-demokratische Grundordnung. Die Befragten, die sich selbst rechts der Mitte verorten, sehen am häufigsten den Linksextremismus (65 Prozent) als Gefährdung. Bei allen Unterschieden, zum Beispiel zwischen den Altersgruppen und der politischen Selbstverortung, kann festgehalten werden, dass es eine breite Sensibilität für die Gefährdungen gibt. 30 Prozent derjenigen, die sich rechts der Mitte verorten, sehen eine Gefährdung durch den Rechtsextremismus. 22 Prozent, die sich links der Mitte verorten, sehen eine Gefahr durch den Linksextremismus und mit 17 Prozent stellen die Befragten, die sich selbst in der Mitte verorten, den höchsten Wert bei denjenigen, die die Mitte der Gesellschaft als Gefährdung für die freiheitlich-demokratische Grundordnung sehen. Dass der Islamismus die FDGO gefährdet, finden 27 Prozent der Befragten links der Mitte, 42 Prozent der Befragten in der Mitte und 63 Prozent der Befragten rechts der Mitte.
Solange das Bewusstsein um die Gefährdungen für die freiheitlich-demokratische Grundordnung wach ist und keine Gruppe auf einem Auge gänzlich blind ist, habe ich Vertrauen in ihre Stabilität. Wichtig ist, dass wir uns die Sensibilität für die Gefährdungen bewahren.
