
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Schüler Union warnt vor Ausschreitungen bei den anstehenden Protesten. "Wir fordern Bund und Länder zu einem gemeinsamen Sicherheitsgipfel auf. Es wäre verantwortungslos, die Ereignisse am Wochenende dem Zufall zu überlassen", sagte der Vorsitzende der konservativen Schülerorganisation, Jakob Hornhues, dem "Stern".
Man könne schon erwarten, dass sich die Ministerien vorab koordinierten. Es reiche der Blick nach Frankreich. Natürlich müssten auch die Organisatoren für Ordnung sorgen. "Aber ich fürchte, die Gruppe `Gen Z regelt` ist dem nicht gewachsen. Das sind 18- bis 28-Jährige, die das in einer Hauruck-Aktion organisieren."
Hornhues warnte vor einer Unterwanderung der Proteste. "Es ist das oberste Gebot, dass man nirgendwo in Deutschland die Kontrolle verlieren darf", sagte er. Er sehe Gewaltpotenzial bei der Antifa und der linksautonomen Szene. Gewalt komme nicht unbedingt vonseiten protestierender Schüler. "Aber ich glaube, dass die linksextreme Szene bewusst versucht, diese Proteste zu vereinnahmen." Nötig seien "knallharte Auflagen".
Den Einsatz der Bundeswehr, wie ihn die Junge Union Berlin-Mitte gefordert hatte, lehnte der Chef der Schüler Union ab. "Es ist völlig abwegig, dass man die Bundeswehr gegen die Proteste einsetzen soll, in welcher Art auch immer. Ich bezweifle, dass der Vorschlag der Jungen Union Berlin-Mitte ernst gemeint war." Er sei oft in Berlin. "Und wenn da Demos sind, habe ich nicht den Eindruck, dass es der Polizei an Sicherheitsgerät mangelt. Es gibt hochspezialisierte Einheiten, für die auch bei schärferen Protestformen entsprechende Mittel zur Verfügung stehen, auch wenn Gewalt ausgeübt wird."